31.05.2006

Aktien statt Beton

Die Blackstone Group – in Deutschland zuletzt als Käufer von Telekom-Anteilen der Bundesregierung in den Schlagzeilen – gehört in den USA zu den aktivsten Aufkäufern börsennotierter Immobilien-AGs. In den vergangenen zwei Jahren investierte der Fonds allein 14,4 Milliarden US-Dollar in die Übernahme von sechs Hotelgesellschaften. Vor kurzem kaufte er für weitere 5,6 Mrd. Dollar den Büro-REIT CarrAmerica Realty.

Unternehmen wie Blackstone selbst fungieren als Kapitalsammelstelle für andere institutionelle Investoren, etwa Versicherungen oder Pensionskassen. Indem sie die Kaufkraft dieser Gesellschaften bündeln, können die Fonds in vergleichbar kurzer Zeit erhebliche Summe investieren. Im vergangenen Jahr waren institutionelle Anleger die bedeutendsten Immobilieninvestoren in den USA – REITs rangierten in dieser Rangliste nur an zweiter Stelle.

Immobilienportfolio samt Management

Durch den erheblichen Zufluss von Investorengeldern stehen beide Gruppen, REITs wie andere Investoren, unter einem erheblichen Investitionsdruck. Da das Angebot an verfügbaren attraktiven Immobilien begrenzt ist, schauen sich die Investoren zunehmen auch unter den REITs selbst nach attraktiven Gelegenheiten um. Besonders im Fokus stehen dabei Gesellschaften, deren Portfolio als Ganzes im Vergleich zu den Einzelobjekten noch Bewertungsreserven bietet.

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