11.07.2006

von Angela Haupt

Eine entscheidende Größe bei jeder Geldanlage ist das Verhältnis zwischen Rendite und Risiko. Wer mehr vom einen will, muss in der Regel mehr vom anderen in Kauf nehmen. Die Sharpe-Ratio ist eine Kennzahl, die Rendite und Risiko miteinander in Beziehung setzt, also eine risikoadjustierten Performancemessung eines Investments ermöglicht. Ein positiver Wert zeigt an, dass mit einer risikobehafteten Anlage eine höhere Rendite erwirtschaftet wurde als mit einem risikofreien Investment, etwa einer Geldmarktanlage. Die Höhe der Sharpe-Ratio zeigt, in welchem Verhältnis diese Mehrrendite zum eingegangenen Risiko steht.

Eine im vergangenen Jahr aktualisierte Studie hat unter anderem den Effekt einer Beimischung von US Equity REITs zu einem reinen Rentenportfolio auf die Risiko- und Ertragparameter untersucht. Der namhafte Asset Manager Ibbotson hat dafür Daten aus einem Zeitraum von mehr als 30 Jahren analysiert.

Im Ausgangsportfolio wurden 90% in Bonds (20jährige US Staatsanleihen) und 10% in kurzfristige Staatschuldverschreibungen, den so genannten Treasury Bills (T-Bills), investiert. Die Sharpe-Ratio betrug 0,29. Schon als 10% REITs beigemischt und entsprechend weniger in Bonds investiert wurde, verbesserte sich die risikoadjustierte Gesamtrendite. Noch deutlicher war der Effekt bei 20% REITs und 70% Bonds im Portfolio - die Sharpe-Ratio betrug hier 0,44. Die Rendite hatte sich gegenüber der Ausgangssituation von durchschnittlich 9,2% pro Jahr auf 10,2% erhöht während sich das Risiko gleichzeitig von 10,4% auf 9,2% verringerte.

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