08.04.2008

Selbst bei einer durchaus so interessanten Konstellation wie anhaltend hohem internationalen Anlagedruck, nachhaltigem Interesse an der Assetklasse Immobilien und der relativ guten Position des hiesigen Immobilienmarktes einerseits, sowie einem erfahrenen Fondsinitiator und namhaften Beratern andererseits ist eine erfolgreiche Einwerbung von Eigenkapital über die Börse derzeit nicht garantiert. Die Abschläge relativ zum Nettovermögenswert je Aktie (NAV) belaufen sich bei Immobilienwerten global sowie für Nordamerika und Europa auf jeweils durchschnittlich rund 15 bis 25 Prozent, für manche Einzelwerte sogar mehr. Gleichzeitig locken asiatische und südamerikanische Immobiliengesellschaften mit für westeuropäische Verhältnisse kaum realisierbaren Wachstumschancen. Der internationale Kapitalmarkt mag also zwar deutsche Newcomer grundsätzlich begrüßen, aber solange dort Börsenveteranen mit hohen Abschlägen oder andere Newcomer mit attraktiveren Profilen angeboten werden, fließen die Gelder der Börsianer woanders hin. Willkommen im globalen Wettbewerb.

Gerade für richtig aufgestellte deutsche Immobiliengesellschaften bieten sich dennoch hervorragende Chancen. Das Marktumfeld ist zwar problematisch für IPOs, aber nicht für Immobilienbeteiligungen. Beim hierzulande gesetzlich vorgegebenen Zwang zur Börsennotierung mag dies zunächst keine weiteren deutschen REITs mehr hervorbringen, aber es muss weder an REIT-Kandidaten noch an deren Entwicklungschancen mangeln.

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