13.06.2006

Stetig und ertragreich

von Angela Haupt

Die kapitalgedeckte Altersvorsorge gewinnt weltweit an Bedeutung. Schon heute werden in den entsprechenden Systemen gewaltige Summen verwaltet. Allein das in Pensionsfonds und Lebensversicherungen innerhalb der OECD-Staaten gebündelte Anlagevolumen beläuft sich auf mehr als 24,5 Bill. US-Dollar (mehr als 19 Bill. Euro) – das sind über 84 % des jährlichen Bruttoinlandsprodukts in der OECD. Mehr als die Hälfte davon stammt aus den USA, rund ein Zehntel aus Großbritannien. Auf den weiteren Plätzen rangieren Japan, Frankreich und Deutschland.

Der demografische Wandel und die daraus resultierenden Probleme umlagefinanzierter Systeme lassen die Bedeutung der kapitalgedeckten Altersvorsorge weiter steigen. In den vergangenen zehn Jahren wuchs das Anlagevolumen um durchschnittlich mehr 10 % pro Jahr, allein 2004 waren es OECD-weit 3,3 Bill. US-Dollar. Wenn man berücksichtigt, dass das Sparen für das Alter in dieser Form in aufstrebenden Volkswirtschaften wie China oder Indien gerade erst beginnt, wird das erhebliche Wachstumspotenzial deutlich.

Altersvorsorge-Einrichtungen unterliegen in der Regel strengen Anlagevorschriften. Um sicherzustellen, dass die Anleger später die erwartete Mindestausschüttung erhalten, dürfen sie daher nur zu einem geringen Teil in risikoreichere Anlagevehikel investieren. Gleichzeitig wachsen aber die Anforderungen an die Rendite: Eine steigende Lebenserwartung bedeutet eine längere Rentenphase – und damit höhere Zahlungsverpflichtungen des Pensionsfonds oder der Lebensversicherung.

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