02.06.2009

Herr Mrotzek, am 9. Juni soll Ihnen die Hauptversammlung grünes Licht für die Umwandlung der Hamborner AG in einen REIT geben. Werden Sie die erforderlichen 75 Prozent Zustimmung bekommen?
Das werden wir nach der Auszählung erfahren. Angesichts der überwiegend positiven Rückmeldungen, die wir bisher aus dem Aktionärskreis erhalten haben, bin ich aber optimistisch.

Wie wollen Sie Unentschiedene oder Zweifler überzeugen?
Schmitz: Der REIT-Status hat für Hamborner nur Vorteile. Unser Geschäftsmodell entspricht in weiten Teilen ohnehin bereits dem REIT-Konzept. Durch die Umwandlung müssen wir uns nicht grundsätzlich neu ausrichten und wir entledigen uns mit einem Schlag dem gesamten Thema Steuern. Sei es die Zinsschranke, seien es die massiven Einschränkungen um die erweiterte Gewerbesteuerkürzung in Anspruch nehmen zu können – das und vieles mehr muss uns dann nicht mehr kümmern.

Als REIT unterläge Hamborner jedoch den Beschränkungen des REIT-Geseztes.
Mrotzek: Wir halten den deutschen REIT für ein vernünftiges Instrument. Natürlich ließe sich das ein oder andere an den Rahmbedingungen verbessern -  die Punkte sind ja allgemein bekannt und breit diskutiert worden. Aber gerade vor dem Hintergrund von Zinsschranke und Gewerbesteuerkürzung sehe ich den REIT gegenüber der klassischen Immobilien-AG klar im Vorteil. Und auch für uns gilt: wir zahlen lieber Dividende als Steuern.

Was erwarten Sie sich über die Steuerbefreiung hinaus von der Umwandlung?
Schmitz: Als REIT werden wir für Aktionäre und hier insbesondere auch für Privatanleger attraktiver. Darüber hinaus interessieren sich insbesondere institutionelle Investoren, die selbst steuerbefreit sind,  sehr für ein REIT-Investment. Dasselbe gilt für ausländische Adressen. Hamborner wird sich zusätzliche Aktionärskreise erschließen und durch das Label REIT an Bekanntheit gewinnen. Beides kann unserem Aktienkurs nur guttun.

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