02.06.2009
Größe ist ein Aspekt der Entwicklung. Wie sehen Sie den weiteren Weg Hamborners in Bezug auf das Geschäftsmodell?
Mrotzek: Hamborner investiert in Immobilien, um daraus langfristig stabile Cashflows und angemessene Renditen zu erzielen. Daran wird sich auch mit zunehmender Größe nichts ändern. Das bedeutet, dass wir die originären immobilienwirtschaftlichen Aufgaben – also das Property und Asset-Management – weiter selbst erledigen werden. Wir haben die richtigen Leute dafür und können auch ein auf 500 Millionen Euro gewachsenes Portfolio mit den derzeitigen Strukturen problemlos managen.
Schmitz: In Bezug auf die Immobilienarten wird sich früher oder später die Frage nach der Spezialisierung stellen. Derzeit fühlen wir uns mit unserem breiteren Ansatz, Einzelhandel und Büro zu mischen, ganz wohl. Projektentwicklungen werden wir ausschließlich für den Eigenbestand tätigen, so wie wir es heute bereits machen. Und von Betreiberimmobilien wie Hotels oder Pflegeheimen lassen wir die Finger, weil uns dafür die Expertise fehlt.
Haben Sie eine bestimmte Objektgröße im Auge?
Mrotzek: Ein einzelnes Objekt sollte bei uns nicht mehr als 10 Prozent des Gesamtportfolios ausmachen. Insofern liegt die Obergrenze aktuell bei etwa 30 Millionen Euro und verschiebt sich mit weiterem Wachstum entsprechend. Nach unten werden wir bei Neuinvestitionen die Grenze bei 5 Millionen Euro ziehen.
Mit der REIT-Umwandlung und dem Wechsel in den Prime Standard wird die Hamborner-Aktie stärker in den Fokus der Wahrnehmung rücken. Wie bereiten Sie sich darauf vor?
Mrotzek: Vor zwei Jahren war die Hamborner am Kapitalmarkt nahezu unbekannt. Das hat sich bereits etwas verändert, aber außerhalb der Immobilienszene dürften nach wie vor die Wenigsten etwas mit uns anfangen können. Als dritter deutscher REIT insgesamt und als erstes bestehendes Unternehmen, das diesen Status anstrebt, werden wir stärker wahrgenommen. Wir haben unsere Aktivitäten in IR und Öffentlichkeitsarbeit bereits ausgebaut und werden sie weiter intensivieren.
Schmitz: Auch wenn wir schon seit mehr als 50 Jahren notiert sind, beginnt unser Dasein am Kapitalmarkt eigentlich erst jetzt. Die Umwandlung ist für uns wie ein zweiter Börsengang.
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