08.08.2013

Die nun unterzeichnete Transaktionsvereinbarung sieht vor, dass Prime Office als übertragende und German Acorn als übernehmende Gesellschaft unter Fortführung des Namens „Prime Office“ verschmolzen werden. Dies setzt die fusionskontrollrechtliche Freigabe des Bundeskartellamts und die Zustimmung der beiden Hauptversammlungen voraus. Dabei vereinbarten beide Seiten, dass die Aktionäre des REITs für je eine Aktie der Prime Office eine Aktie der German Acorn gewährt bekommen. Hierzu wird die German Acorn ihr Grundkapital um 82 Millionen Euro erhöhen, womit eine Wertrelation von 38,78 Prozent (Prime Office) zu 61,22 Prozent (German Acorn) besteht. Die neuen Aktien werden noch vor der Verschmelzung an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, sodass sie zum Zeitpunkt der Verschmelzung bereits frei handelbar sind. Den REIT-Status strebt die German Acorn jedoch nicht an.
Ziel der Fusion ist die Schaffung einer in Deutschland führenden Büroimmobiliengesellschaft, an die mittelfristig auch die Aufnahme in den MDAX-Index der Deutschen Börse geknüpft ist. Der bisherige Alleinvorstand der German Acorn Jürgen Overath und der derzeitige CFO der Prime Office Alexander von Cramm sollen den Vorstand der dann fusionierten Gesellschaft bilden.
Beide Gesellschaften einigten sich im Rahmen des Fusionsplans auch auf die Durchführung eines Veräußerungsprogramms in Höhe von 250 Millionen Euro, dass teilweise bereits angelaufen ist. Zudem soll nach der erfolgreichen Verschmelzung eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital in einem Volumen von 125 Millionen Euro bis 175 Millionen Euro durchgeführt werden.

Die laufenden Fusionsverhandlungen belasten dabei durch Einmal- und Sondereffekte die Geschäftsentwicklung des REITs. Dies, ein schwächeres Bewertungsergebnis und abgeschlossene Due Diligence-Prozesse drücken das Periodenergebnis des ersten Halbjahres 2013 auf – 59,8 Millionen Euro (H1/2012: 2,4 Millionen Euro). Auch die Umsatzerlöse sanken durch höheren Leerstand und den Verkauf eines Objekts in Hamburg um 28 Prozent auf 26,5 Millionen Euro. Die REIT-Eigenkapitalquote liegt bei 40,6 Prozent.

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