06.10.2009

J-REITs auf Konsolidierungskurs

Konsolidierung – unter diesem Zeichen steht nach den Erwartungen von Experten in der nächsten Zeit die Entwicklung auf dem japanischen Markt für Real Estate Investment Trusts (J-REITs). „Eine Konsolidierung würde in der nächsten Zeit keinerlei Überraschung darstellen“, meint Takeshi Akagi, Leiter Research & Advisory bei Jones Lang LaSalle Japan. Der erste Fall hat bereits für Schlagzeilen gesorgt. Im August hat die japanische Handelsgesellschaft Itochu Corporation ihre Kaufabsicht für Nippon Residential Investment Corporation angekündigt. Nippon soll mit dem eigenen REIT Advance Residential Investment Corporation fusioniert werden. Durch die Fusion von Nippon und Advance Residential entstünde der viertgrößte REIT in Japan.

Ein Einzelfall dürfte die Übernahme nicht bleiben. „Es wird unweigerlich zu weiteren Konsolidierungen im Markt kommen; diese Entwicklung beginnt gerade erst“, sagt Lee Gek Lang von Pramerica Real Estate Investors (Asia). Denn momentan seien zu viele J-REITs vorhanden. Seiner Ansicht nach wäre es ideal, wenn es drei bis vier REITs gäbe, die jeden Immobilienbereich repräsentieren und durch starke Sponsoren unterstützt würden. Derzeit sind an der Tokioter Börse 40 Real Estate Investment Trusts notiert. Startschuss für die Erfolgsgeschichte war die im November 2000 verabschiedete Verbesserung des Investment Trust & Investment Corporation Law. Im September 2001 wurde dann der Handel mit den ersten beiden REITs, Nippon Building Fund Corporation und Japan Real Estate Investment Corporation, an der Börse aufgenommen.

Es gibt drei verschiedene Rechtsformen. Beim Typ „corporate style“ handelt es sich um eine eigene Gesellschaft, die auf Immobilieninvestitionen und -management spezialisiert ist und an der sich die Anleger direkt über Investment-Zertifikate beteiligen können. Beim Typ „contract style“ wird zwischen direkten und indirekten Investment Trusts unterschieden. Bei ihnen geben die Investoren ihr Kapital entweder einer Investmentbank, die auch für die Gewinnausschüttung zuständig ist, oder es ist im indirekten Fall zwischen Anleger und Investmentbank noch ein Fondsmanager zwischengeschaltet.

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