20.07.2010
Deikon-Gläubigern drohen Einschnitte
Um der Insolvenz zu entgehen will der frühere Vor-REIT unter anderem die Anleihebesitzer zur Kasse bitten.
„Auf der Grundlage der aktuellen Ertrags- und Finanzplanung und des aktuellen Status des Restrukturierungskonzeptes gehen die Geschäftsführer Karl F. Hunold und Thomas Henke davon aus, dass eine überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür besteht, die DEIKON GmbH mindestens bis Ende 2011 zahlungsfähig zu erhalten“, heißt es in einer heute vom Unternehmen verbreiteten Mitteilung. Sofern die Gläubiger dem Sanierungskonzept zustimmten, habe man für die kommenden Monate die notwendige Planungssicherheit.
Teil des Restrukturierungskonzeptes sind aber laut Deikon „erhebliche Einschnitte“ in die Anleiheforderungen und deren Verzinsung. Wie hoch genau diese ausfallen könnten, teilte das Unternehmen unter Verweis auf die komplexe Lage nicht mit. Nur so viel: Im alternativen Falle der Insolvenz drohe ein vollständiger Ausfall für die Anleihegläubiger. Die Gläubiger werden laut Deikon in den kommenden Wochen zu Gläubigerversammlungen eingeladen, in denen sie über das Restrukturierungskonzept abstimmen können.
Hinsichtlich der Überlebenschancen von Deikon über die avisierten wenige Monate hinaus
äußert sich das Unternehmen auch: „Was den Zeitraum danach anbelangt, sehen wir unseren Gestaltungsspielräumen auch im Interesse unserer Gläubiger optimistisch entgegen.“
Deikon ist durch Umbenennung und Rechtsformwandel aus der ehemaligen Boetzeln Real Estate AG hervorgegangen. Diese wiederum war Vor-REIT und plante einen Börsengang. Die Emission wurde allerdings einen Tag vor der geplanten Erstnotiz abgesagt.
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