26.02.2013

Das Bündel der von Raumsauer vorgeschlagenen Maßnahmen  beinhaltet unter anderem, das Wohngeld um mindestens fünf Prozent zu erhöhen, die Förderprogramme der KfW aufzustocken und die degressive AfA zeitlich begrenzt wieder einzuführen. Auch die 2006 abgeschaffte Eigenheimzulage für Häuslebauer und Wohnunskäufer könnte nach den Willen Ramsauers möglicherweise ein Comeback feiern.

Auf diese Weise soll der steigenden Nachfrage nach Wohnraum begegnet und die Zahl der jährlichen Wohnungsneubauten von 200.000 auf 250.000 Einheiten in den nächsten fünf Jahren gesteigert werden. Allerdings sei die Finanzierung noch unklar, da sich auch Länder und Kommunen an dem Maßnahmenpaket beteiligen müssten.

Beim Zentralen Immobilien Ausschuss trifft Ramsauers Vorstoß auf breite Zustimmung. ZIA-Präsident Andreas Mattner betont, dass nur dann mehr Wohnraum entsteht, „wenn für die Immobilienwirtschaft positive Anreize gesetzt werden“. Und die Schaffung von Wohnraum sei „das beste Mittel gegen steigende Kauf- und Mietpreise“, ergänzt Mattner. Die nun von Ramsauer präsentierten Vorschläge gingen die Ursachen dieser Entwicklung an, anstatt lediglich die Symptome zu behandeln. Zudem berücksichtigten Ramsauers Pläne regionale Differenzen und auch soziale Aspekte. Besonders lobend hebt Mattner die Wiedereinführung der degressiven AfA hervor, von der er „spürbare Impulse für den Wohnungsbau“ erwartet.
Diskussionbedarf bestehe jedoch bei der geplanten Wiedereinführung der Eigenheimzulage. Diese könne zu Mitnahmeeffekten und Marktverzerrungen führen.

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